Die Waldspielmäuse
Pädagogische Aktivitäten der letzten Monate

Den vollständigen Bericht von Januar bis November 2010 finden Sie hier zum Icon .pdf Download im pdf-Format.


















Januar bis November 2010

Januar
Es gab viel Schnee und wir waren mit großer Freude warm eingepackt unterwegs. Auf den Wegen hinterlassen wir vers0chiedenste Muster im Schnee. Die gefrorenen Eisflächen im Wald bieten sich zum darauf rutschen an und werden mit Stecken bearbeitet.
Die gesammelten Stecken stapelten wir zu einem Turm, der am Schluss 1 Meter misst.  Außerdem sind in diesem Monat noch Murmeln eine Faszination für uns. Wie die glänzen und auf den verschiedensten Konstruktionen der Holunderholz-Murmelbahn kullern können.
Wir sammelten Schätze in einem Beutel, die wir am Platz in unser Geschichtenschloss legten. In großer Runde wurden die Gegenstände nacheinander in gemeinschaftlicher Kreativität in die spannende Geschichte „Die zwei Schnecken und das Eichhörnchen“ verwoben.

Februar
Der viele Schnee ermöglichte es uns den Weg für Schlittenrennen zu benutzen und die große weiße natürliche Malfläche mit Wasserfarben zu einem schönen Kunstwerk zu verwandeln.
Es entstanden neben riesenhaften Schneemännern, Schneefrauen und Schneekatzen auch weiße Skulpturen, die mit dem durch das Holzwerkzeug gewonnenen Eis verziert wurden.

März
Wir wollten nicht nur weiß, sondern auch wieder die vielen Farben sehen und holten uns mit dem bunten Tüchertanz den Regenbogen in den Wald. Wir hörten die Geschichte mit dem Regenbogen und lernten dabei mit vertiefenden Spielen die Farben.
Bald war es auch schon Ostern und wir hörten die Geschichte von den bunten Eiern und beschäftigten uns auch mit Sortieren und Schütteln von Musikeiern. Wo vergangene Woche noch Schütteleier versteckt waren hat uns der Osterhase heimlich Eier hinterlassen, die wir gemeinsam mit einem Hefefladen bei unserer Brotzeit aßen.

April
Die Kinder suchten und fanden unzählig viele Schnecken. Wir sahen uns die Form ihrer Häuser genau an und legten eine Schneckenspirale mit einem großen Seil auf den Waldboden, der wir nun nachgingen, um die Form nachzuspüren. Mit dem Lied „Ich bin 'ne kleine Schnecke“ hörten wir aus dem Leben einer Schnecke und brachten Spuren, die eine Schnecke so an einem Tag hinterlässt, aufs Papier. Bei weiteren Waldbesuchen wurden immer wieder Schnecken gesucht und gegrüßt.

Mai
Der Frühling brachte uns wieder warmes Wetter. Wir erproben den Umgang mit Raspeln und Schleifpapier an Totholz. Das Hinterlassen von Spuren bereitete den Kindern große Freude.
Mit einem sehr langen Seil spielten die Kinder alle zusammen und bauten eine Kletterkonstruktion mit den Eltern, um auf den Baum klettern zu können. Mit Fotos von Waldtieren machten wir eine Rätselstunde und die Kinder erzählten von ihren Erlebnissen mit so manchem Tier. Zusammen bewegten wir uns wie sie und hörten uns auch so an. Ob uns so mancher Fußgänger auch für eben solche hielt?

Juni
Der Frühling kam und wir fanden die ersten, Blätter fressenden Raupen. Anhand eines Sachbuches sahen wir uns an, wie die Raupen überhaupt Raupen werden und spielten dies auch. Doch wie aus ihr dann ein Schmetterling werden kann, erfuhren wir aus dem Bilderbuch „Jules Apfelbaum“. Unsere selbst gebastelten Schmetterlinge ließen wir wie im Buch durch die Lüfte fliegen. Bald konnten wir auch die wahren Flugkünstler über die Wiesen fliegen sehen.

Die Kinder spielten auch viele Rollenspiele wie Feuerwehr, Polizei und Koch mit verschiedensten Waldmaterialien.

Juli
Mit einem großen Fallschirm machten wir Spiele für gemeinsame Erfahrungen in der Gruppe und zur eigenen Körperwahrnehmung. Dabei sangen, tanzten und freuten wir uns.
Auf uns bisher unbekannten Wegen gingen wir auf Wanderschaft und was wir unterwegs fanden, brachten wir mit zum Platz. Dort sortierten wir die Materialien nebeneinander und testeten barfuss, was wir spüren und fühlen.

Bei dem heißen Wetter machte uns das experimentieren mit Wasser Freude. Vor allem zauberten wir mit Farben buntes Wasser. Das Spiel „Die Wassermenschen“ ließ unsere Finger im Wasser zu Schauspielern werden und uns ausgelassen lachen.

August
Nun hieß es voneinander Abschied nehmen, da im Herbst alle Kinder einen Start in verschiedenen Kindergärten haben würden. Die Waldspielmäuse versammelten sich zum letzten Mal im Wald an ihrem Lieblingsplatz und breiteten ein leckeres Picknick aus. Mit einem gemeinsamen Kochen einer „Waldsuppe“ genossen alle das Zusammensein. Eine Überraschung war das geheimnisvolle Erscheinen von ein paar Waldmäusen, die als Erinnerungsgeschenk an die Waldzeit ein neues Zuhause in den Familien fanden.

September
Im Laufe des Monats fand sich eine Gruppe mit zwei Mädchen und vier Jungen im Alter von zwei Jahren zusammen. Gemeinsam wurden zwei Waldplätze erkundet, die dort zu findenden Materialien gesammelt, untersucht und sortiert. Mit Zapfen entstand eine kreativ aneinander angelegte Reihe.

Beim ersten Regen malte uns der Regen zusammen mit dem Krepppapier ein Bild auf unser großes Papier. Die Kinder wählten die Farben und es entstand eine bunte Kreation, die bewundert wurde.

Oktober
Der Herbst mit seinen bunten Blättern und der Tau in der Früh waren eingekehrt. Auf dem Weg waren wir von den vielen Tropfen auf den Gräsern fasziniert. Wir sammelten Blätter, die wir am Platz zu einer gelben Schlange legten, ein Blätterzug fuhr durch den Wald, wir bereiteten uns ein kuscheliges Blätterbett und tanzten singend mit den herunter fallenden Blättern. Außerdem malten wir mit dem Blätterdruck bunte Herbstbilder.

November
Mit Beginn des Monats hörten wir die Geschichte vom Martin, wie er mit dem armen Mann seinen Mantel teilte. Die Kinder erlebten den weichen und wärmenden Mantel, der Freude in das Leben des Mannes brachte. Wir sangen das St.-Martins-Lied und schlüpften in die Rollen. Am Schluss brannte unsere Laterne. Alle Kinder bastelten mit der Prickel-Technik mit ihren Müttern eine eigene Laterne. Das Martins-Fest feierten wir mit der Waldkindergartengruppe „Die Waldmäuse“ ganz nach unserem Vorbild mit Lichtern und Martinsgänsen.

Ein paar wenige Tiere sind noch bei der einbrechenden Kälte zu sehen, die wir mit unseren Lupen aufspüren und beobachten. So manches Kind malt ein Bildnis der entdeckten Objekte. Kinder sehen sich auch gegenseitig mit vorgehaltenen Lupen und vergrößerten Augen genau an, um dann gemeinsam in ein Lachen zu verfallen.

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© Integrations- und Waldkindergarten Unterhaching e.V., aktualisiert im November 2010