Die Waldmäuse
Unsere pädagogischen Ziele und Inhalte

Das vollständige Konzept finden Sie hier zum Icon .pdf Download im pdf-Format.








Unser Bild vom Kind

Die Entwicklung jedes Kindes erfolgt nach einem individuellem „Bauplan“ (Montessori). So soll jedes Kind in seinem eigenen Tempo lernen und arbeiten können. Das Spiel des Kindes ist kein „Kinderspiel“; Spielen ist gleichzusetzen mit Lernen (konzentriertes und zielorientiertes Arbeiten). Im Spiel macht Arbeiten und Lernen Spaß!
Kinder haben ein natürliches Interesse, selbst etwas zu bewegen, selbst zu experimentieren und selbst eigene Erfahrungen zu machen. Kinder wollen tätig sein. Sie suchen nach Antworten und erforschen spielend ihr Umfeld.
Das Kind möchte sich als wichtiger Teil der Gruppe erleben, sich sinnvoll und mitarbeitend einbringen (Partizipation).

Unsere pädagogische Grundhaltung

Wir sollten uns weniger darauf konzentrieren, Kindern den Weg zu ebnen, als sie für ihren Weg zu stärken.
Als Erzieher begegnen wir den Kindern in Wertschätzung und mit großer Achtsamkeit. Wir wollen den Kindern ein Vorbild sein und aufmerksam unserer Umwelt begegnen. Soziale Mitverantwortung und kindliche Autonomie sind erklärte Erziehungsziele: „Meine Freiheit hört dort auf, wo die des anderen eingeschränkt wird“.

Wir wollen jedes Kind dort abholen, wo es gerade steht - auf altersspezifische Bedürfnisse und „Lebensthemen“ eingehend.

Spielzeugfreier Wald

Mädchen und Jungen profitieren gleichermaßen vom spielzeugfreien Waldkonzept:
- Entwicklung körperlicher Stärke und Ausdauer
- Üben lebenspraktischer Fähigkeiten und Selbstständigkeit
- Schöpferische und kreative Betätigungsfelder in der Natur
- Sprachförderung
- Soziales Lernen

Wald- und Naturpädagogik

Naturpädagogik will den Kindern eine positive Lebenseinstellung vermitteln. Die Kinder erfahren die weitgehend verloren gegangene Beziehung zur Natur und haben die Möglichkeit, mit Tieren und Pflanzen vertraut zu werden, den Jahreskreislauf der Natur und die ökologischen Zusammenhänge direkt, ganzheitlich und mit allen Sinnen kennen zu lernen – nicht über Bücher, DVDs oder Filmmedien.
Der Wald selbst ist unser Medium, er dient uns als Lehrer. Die verschiedenen Jahreszeiten mit ihren unterschiedlichen Wetterverhältnissen bedingen die Tage und die Aktionen im Waldkindergarten.

Freispiel

Im Tagesablauf findet das Kind einen sinnvollen Ausgleich zwischen gelenkten Angeboten und freiem Spiel.
Selbstständigkeit und Eigenaktivität des Kindes stehen im Mittelpunkt der Erziehungsarbeit. Diese wichtigen Selbstkompetenzen kommen besonders während der Freispielzeiten zum Tragen. Entscheidungen und Absprachen treffen, Initiative ergreifen, organisieren, für Folgen gerade stehen.
Aufgabe des Erziehers ist es nicht, dafür zu sorgen, dass jedes Kind mit Spielpartner und Spielmaterial ausreichend versorgt wird. Die Erzieher begleiten die Freispielzeit aktiv: sie beobachten, geben Hilfestellung und lenken, wo nötig.

Bewegung (macht klug)

Lernen ist im frühen Kindesalter eng verknüpft mit Wahrnehmung und Bewegung. Kinder lernen über konkretes Handeln und über den Einsatz all ihrer Sinne.

Im Naturraum hat jedes Kind Platz zum Rennen, Anlauf nehmen, Springen, Rutschen, Verstecken etc. Er ist keine stolperfreie Zone und das ist gut so. Denn wer stolpert, der lernt auch fallen und wer fallen kann, der ist weniger verletzungsgefährdet, lernt seinen Körper einzuschätzen und kann im Ernstfall auf erlernte Bewegungsmuster zurückgreifen.
Im Waldkindergarten braucht es keinen "Bewegungsanimateur.“

Feste feiern im Jahreskreis

Feste sind Ausdruck unserer Kultur. Sie stellen Höhepunkte im Gemeinschaftsleben dar. Wichtig ist nicht allein das Feiern selbst. Vorfreude und Aufregung begleitet die Vorbereitungszeit: miteinander gestalten und Ideen gemeinschaftlich umsetzen.

Alles Lernen im Kindergarten vollzieht sich auch im Waldkindergarten unter Berücksichtigung kultureller Werte und ggf. religiöser Erfahrungen. Feste sind keine isolierten, aus der Alltagswelt der Kinder heraus gelösten Situationen, sondern natürliche Teile ihrer Erfahrungswelt.
Das Kindergartenjahr beginnt im September, damit ist Erntedank das erste der
Feste im Jahreskreis. Es folgen St. Martin, St. Nikolaus, Advent und Weihnachten, Fasching, Ostern und das Sommerfest.

zum Seitenanfang

© Integrations- und Waldkindergarten Unterhaching e.V., aktualisiert am 22.01.2010